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Das Stadttheater Meran
| Das Stadttheater von Meran wurde im Jahre 1900 in nur
14 Monaten Bauzeit errichtet und am 1. Dezember 1900 mit Goethes "Faust"
eingeweiht. Die Außenfassade ist im klassizistischen Stil gehalten
und weist ornamentale Elemente des Jugendstils auf. Der Innenbereich
ist ein Juwel des Jugendstils. Die Pläne stammen von Martin Dülfer,
ein namhafter Vertreter der Jugendstilarchitektur aus München.
Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges besaß das Theater ein
eigenes Ensemble, dem eine hohe künstlerische Qualität bescheinigt
wurde. Es gab bis zu 250 Vorstellungen im Jahr. |

Foto Riedmann |

Foto Gretter |
Ab der zweiten Hälfte der 20er Jahre gab es kein
fixes Ensemble mehr. Das Theater wurde nach dem Komponisten Giacomo
Puccini benannt und es wechselten sich italienische Prosa- und Operngesellschaften
mit deutschen Operetten- und Lustspielensembles ab. Später gewann
das Kino die Oberhand. Geldmangel und der II. Weltkrieg ließen
die längst notwendig gewordenen Renovierungsarbeiten nicht mehr
zu. |
| In den 50er Jahren fanden Aufführungen der "Südtiroler
Landesbühne" statt, dann gab es nur noch Gastspiele. Ende
der 60er Jahre wurde das Haus nach einem Brand geschlossen und am
28. November 1978 wurde das Meraner Stadttheater nach einer grundlegenden
Renovierung wieder eröffnet. Heute finden verschiedene deutsche
und italienische Gastspiele, aber auch Produktionen von heimischen
Ensembles statt. Im Jahr 2000 wurde das Dach erneuert und die Fassade
wieder mit der hellen Originalfarbe gestrichen. |

Foto Gretter |
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Foto Gretter |
Am 1. Dezember 2000 wurde das 100jährige Bestehen des Theaters
mit einem Festakt und verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Seit
1993 wird das Stadttheater vom Meraner Stadttheater- und Kurhausverein
geführt und verwaltet, der sich aus den drei Körperschaften
Autonome Provinz Bozen, Gemeinde Meran und Kurverwaltung Meran zusammensetzt. |
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